Code of conduct / Awareness

Hey Zusammen,

wir haben im Vorstand besprochen, dass wir uns gerne mit Awareness im Rahmen des Vereins beschäftigen wollen und einen Code of conduct kreieren wollen. Denn wir wollen es in den Fokus rücken, dass sich Jede*r bei uns wohl fühlt. :star2:

Sehr gerne, darf sich Jede*r beteiligen, wer sich dafür interessiert oder einbringen möchte, damit das Endprodukt auch alle repräsentiert.
Für die, die mit Awareness bisher noch keinen direkten Kontakt hatten, und weil ich die Einstiegshürde möglichst niedrig halten möchte, habe ich einmal eine Quelle raus gesucht, die das in möglichst einfach umschreibt. ( https://global-uploads.webflow.com/61adebf2ee423f79265e3f74/646cb1ac9342574ff1a724d8_Awareness%20Informationen%20in%20leichter%20Sprache_Infotisch_final-1.pdf )

Es geht hierbei aber darum, dass wir etwas finden, was am Ende uns alle repräsentiert, also werden wir unsere eigenen Definitionen der Begriffe und Aufgabenbereiche erarbeiten.

Ich freue mich wenn ihr euch beteiligen mögt.

  • Ich bin dabei!
  • Ich finde das Thema spannend, habe aber leider keine Kapazitäten teilzunehmen.
  • Ich kann mir noch nicht ganz vorstellen was ich darunter verstehen soll, bitte erkläre mehr.
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Wir haben als Start den Oktober ins Auge gefasst.
Viele Grüße. :sunny:

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Ist die Initiative im Zuge der Diskussion um das Motto aufgekommen?

Nein, die Initiative hängt erstmal nicht mit der Diskussion über ein neues Motto zusammen, auch wenn es spannend wäre, weshalb du dies vermutest. Vielleicht steht dahinter ja auch der Bedarf nach eben so einem Code of conduct.

Die Initiative ging jetzt vermehrt durch mich aus, weil ich zuletzt einen Workshop besucht hatte, durch welchen mir deutlich wurde, dass dies etwas ist, was in jeder größeren Gruppe sinnvoll wäre zu etablieren. Vor allem da unser Verein mittlerweile eine recht stolze Größe angenommen hat, birgt dies halt auch Streitpotential. In unserer Satzung ist bereits ein Absatz integriert, welcher darstellt, dass wir für alle offen sind, jedoch besitzen wir bisher keine ausführliche Erklärung, was dies für uns heißt und an wen sich Menschen wenden können, wenn sie sich aus irgendwelchen Gründen nicht wohl bei uns fühlen. Gerade für neue Leute könnte dies zum Beispiel eine Möglichkeit sein einen Hinweis zu erlangen, dass sie sich mit Problemen an den Vorstand wenden können.
Ich möchte hier jetzt auch nicht zu weit vorgreifen, weil wie das ganze formuliert und umgesetzt werden soll, soll ja erst noch diskutiert werden.

Aber um auf deine Frage zurück zu kommen. Nein diese Initiative hat keinen konkreten Auslöser, sondern soll einfach einen Rahmen schaffen, der uns auch bei weiterem Wachstum ein gutes Miteinander ermöglicht. :sunny:

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Prima. Danke für die Ausführliche Erklärung.

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Ich würde mich auch gerne beteiligen, kann aber noch nicht definitiv zusagen da ich noch nicht weiß wie es im Oktober so läuft bei mir und wie meine Kapazitäten dann so sind.

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In einer recht aktuellen Captain it’s Wednesday - Folge 056 - Politische FOSS von GNU/Linux.ch geht es allgemein um Politik in FOSS-Projekten und im Speziellen auch um Code of Conduct (ab Minute 37).

Das könnten wir uns im Rahmen der Ausarbeitung auch noch einmal genau anhören.

Hier ein kleiner Nachklapp zu unserem AG-Treffen.

  • Unsere Kommunikationskanäle
    Wenn du in der AG mitarbeiten oder auf dem neuesten Stand gehalten werden möchtest, trete bitte entweder dem Matrix-Chat-Raum der AG Vielfalt unter #vielfalt:vow.chat bei oder aboniert die AG Vielfalt Mailinglist.

    Infos zur Nutzung von Matrix findest du hier.

  • ToDos und Feedback
    Sind bei euch in den Themengruppen ToDos aufgekommen, die ihr euch mitgenommen habt? Oder habt ihr Aufgaben herausgearbeitet, zu denen sich aber keine Person von euch committen konnte? Teilt mir das gerne mit. In beiden Fällen kann ich vielleicht unterstützen. Und ganz allgemein freue ich mich über Feedback zur AG :slight_smile:

  • Erklärungen zu „männlich/weiblich gelesen“
    Ich hatte euch ja eine Erklärung versprochen, warum die Begriffe „weiblich gelesen“ und „männlich gelesen“ mit Vorsicht zu benutzen sind. Beim Blogger* skalabyrinth bin ich fündig geworden. Ich zitiere frei:

“Männlich/weiblich gelesen” in Kontexten zu benutzen, in denen der Blick von außen dazu genutzt wird, Menschen in Kategorien einzuteilen, ist transexkludierend. Es wird nach optischen Mustern (das impliziert das Wort “gelesen”) entschieden, wer zu welcher der beiden Gruppen gehört. Damit wird binäres Denken reproduziert, das die meisten Menschen, die diese Begriffe nutzen, ja eigentlich überwinden möchten.

Den ganzen Text von skalabyrinth mit Erfahrungsberichten, die die Problematik noch verdeutlichen und Formulierungsvorschlägen findet ihr hier.

  • Braver Spaces und Feedbackkultur
    Von einigen von euch habe ich gehört, dass sich Fragen zum Konzept der Braver Spaces und zu der damit zusammenhängenden Feedbackkultur ergeben haben. Im 1 zu 1 Gespräch konnten wir die Fragen gut lösen oder weiterbewegen. Wenn du also ebenfalls Fragen hast, komm gerne auf mich zu :slight_smile:

  • Ressourcen der AG Vielfalt

    • Unser tldraw-Board findest du hier.

    • Hier findest du unseren Ordner, in dem wir Dokumente (z.B. Awarenesskonzepte) teilen können. Das Passwort für den Ordner ist: aen5qJbHtE

Den nächsten Termin der AG Vielfalt werden wir über die Mailinglist und den Matrix-Raum bekanntgeben, sobald er feststeht.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal mit euch.

Alles Gute bis dahin und liebe Grüße

In einer recht aktuellen Captain it’s Wednesday - Folge 056 - Politische FOSS von GNU/Linux.ch geht es allgemein um Politik in FOSS-Projekten und im Speziellen auch um Code of Conduct (ab Minute 37).

Kernpunkt war für mich, dass das verfassen eines Code of Conduct analog zu einem Gestztestext aufgefasst werden kann und wie detailliert man diesen verfasst ein Optimierungsproblem ist.

Analogie Gesetzestext
Man will den Code of Conduct nachher hernehmen könne um Leuten die sich unangemessen verhalten haben dies verdeutlichen zu können in dem man sie auf eine dieser Regeln verweist. Dadurch soll vermieden werden, dass man mit jedem und immer wieder ausdiskutieren muss, welches Verhalten unangemessen ist.

Optimierungsproblem
Der Detailgrad des Code of Conduct ist ein Optimierungsproblem. Während die Analogie zu Gesetzestexten impliziert, dass man möglichst alle Eventualitäten abdeckt und möglichst viele Regeln aufnehmen sollte, stellt sich in der Praxis der Effekt ein, dass es immer mehr Fälle gibt die es noch zu erfassen gilt, je mehr Fälle man schon erfasst hat. Ab einem gewissen Punkt wird ein Code of Conduct also nicht ganzheitlicher, wenn man noch mehr spezifische Fälle erfasst.

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Ich finde den GCC Code of Conduct, welcher im Podcast erwähnt wird, bemerkenswert kompakt und denke er wäre für uns vielleicht eine gute Ausgangsposition um zu unserem zu kommen. Was meint ihr?

Optimierungsproblem
Der Detailgrad des Code of Conduct ist ein Optimierungsproblem. Während die Analogie zu Gesetzestexten impliziert, dass man möglichst alle Eventualitäten abdeckt und möglichst viele Regeln aufnehmen sollte, stellt sich in der Praxis der Effekt ein, dass es immer mehr Fälle gibt die es noch zu erfassen gilt, je mehr Fälle man schon erfasst hat. Ab einem gewissen Punkt wird ein Code of Conduct also nicht ganzheitlicher, wenn man noch mehr spezifische Fälle erfasst.

Finde ich super spannend und sehe ich genau damit auch in der Schwierigkeit für uns. Mein persönliches Anliegen wäre gar nicht eine Liste zu schaffen wann eine Person abgestraft werden soll, sondern eher den Fokus darauf zu lenken, wie eine Person, die sich vielleicht gerade aus gründen XY gerade nicht wohl bei uns fühlt, sich gesehen fühlt und dann weiß, an wen sie sich damit vielleicht wenden kann.

Ich finde zum Beispiel auch den GCC Code of Conduct sehr schön und kompakt.

Ich finde den GCC Code of Conduct , welcher im Podcast erwähnt wird, bemerkenswert kompakt und denke er wäre für uns vielleicht eine gute Ausgangsposition um zu unserem zu kommen. Was meint ihr?

Allerdings würde ich den Part gerne ausbauen, wie man vorgehen kann, wenn man sich unwohl fühlt. Also wer das ist, an den man sich wenden würde, welche Wege der Kontaktaufnahme es gebe. Dass sich an uns wenden nicht unbedingt eine Konfrontation bedeuten muss etc. In der Signalgruppe zu diesem Thema, sammeln wir gerade auch andere Beispiele. In dem Zuge habe ich häufiger Awareness-Beispiele rein geschickt, die eher aus dem Party-Kontext kommen, das passt zwar nicht 100% zu unserem Kontext, aber hier gibt es häufiger Ansätze, die direkt eine Handlungsmöglichkeit aufzeigen. Ein Beispiel ist „Luisa“, dieses ist ein Codename, welchen man am Tresen nutzen kann um zu signalisieren, dass man Hilfe braucht oder sich nicht wohl fühlt ohne dieses Aussprechen zu müssen. Wenn also am Tresen jemand fragt „Wo ist Luisa?“ wissen diese Bescheid, dass man diese Person vielleicht erstmal aus der Situation raus, in ein Hinterzimmer nimmt. Dies passt natürlich nicht unbedingt zu uns, aber ähnliche konkrete Möglichkeiten würde ich auch gerne aufzeigen, nach dem Motto: Du fühlst dich nicht wohl, dann kannst du XYZ bei uns tun.
Was denkt ihr dazu?
Also kurz gesagt, ich persönlich will keine Liste zur Abstrafung, sondern ein Skript, wo sich jemand versichern kann, dass wir uns bewusst sind, dass Probleme/Konflikte auftreten können, und wie die Person sich dann Hilfe holen kann.
Deshalb finde ich einen Kompakten code of Conduct mit erweitertem ‚was tun‘ Bereich gut.

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