Die unendliche Geschichte des perfekten Werkzeugkoffers

Es war einmal ein Handwerker.
Dieser Handwerke hatte viel Werkzeug und verstaute es in einer Kiste.
Leider war es immer wieder nur Chaos und machte ihm kein Spaß.
So begab er sich auf die Suche nach einer schönen Werkzeugtasche.
Aber egal welche Tasche er auch ausprobierte, egal wieviel Taschen, Laschen, etc. Sie hatte, so wurde er irgendwie nicht glücklich.
Nach und nach verstand er, dass das größte Problem war, dass immer dann „Chaos“ entstand, wenn das Werkzeug keinen dedizierten Platz hatte in dem es nahezu von selbst seinen Weg zurück fand.
Der Handwerker erinnerte sich, dass er auch mal was in der Art schon mal gesehen/gehört hatte.
Es begab sich vor einiger Zeit, da baute ein Holzhandwerker die Mona Lisa der Werkzeugkoffer. Dieser Handwerker hieß Studley und erschuf das Studley Tool Chest:

So ein Meisterwerk wird dieser Handwerker jedoch vermutlich nie vollbringen.

Aber er stieß auf etwas was ein bisschen in die Richtung ging und 2 wichtige Kriterien erfüllt:

  • jedes Werkzeug hat einen dedizierten individuellen Platz
  • „first order of retrievability“ → alle Werkzeuge sind sehr schnell greifbar

Es gibt für Festool Systainer und Sortimo L-Boxxen Werkzeugeinsätze die auf kleinem Raum viel Ordnung schaffen:

Leider ist die natürlich das Werkzeug, dass jeder dieser Handwerker besitzt viel zu „individuell“, als dass so ein Einsatz von der Stange gute für das Werkzeug passen kann.

Deswegen machte sich dieser Handwerker auf den Weg in die Fusion360 Berge und meditierte einige Zeit inmitten seiner Werkzeuge und erschuf einen eigenen Einsatz nach dem Vorbild für seine Werkzeuge.

Nach einigen Prototypen gelang es ihm einen Einsatz mit seiner CNC zu schmieden:

Er war sehr froh über seinen Werkzeugkoffer und hatte sehr viel Spaß in vielen Projekten.

Leider kommt aber auch immer mal wieder ein neues Werkzeug dazu, ein anderes verschwindet, etc.

So ist ein „fester“ Einsatz für den Koffer natürlich nach einer Weile wieder etwas unordentlich.

Der Handwerker hätte sich jetzt wieder in die Berge begeben können und eine neue Version entwerfen können aber war sehr nachdenklich.

Die Grundsätzliche Idee fand er super aber das ganze müsste etwas „flexibler“ und anpassbar/erweiterbar sein.

Ohne einen guten Lösungsansatz lebte der Handwerker erstmal einfach so mit dem nach wie vor ganz guten Koffer.

Durch Zufall stieß er auf ein Thingiverse Projekt für einen Modularen Werkzeugständer für den Schreibtisch „UMTAH“:

https://www.thingiverse.com/thing:3114598

Hier kann man einzelne verschiedene Module kombinieren und so verschiedene Arten von Werkzeugen verstauen.

So etwas in der Art kombiniert mit einem Handgriff in der Mitte, so dass etwas in der Art wie die Holzwerkzeugeinsätze entsteht wäre doch klasse!

Da fing der Kopf von dem Handwerk an zu arbeiten.
Wie könnte man eine gute Verbindung zwischen diesen Modulen Herstellen, die:

  • Stabil für Belastung vor allem für Belastung von Oben ist
  • 3D Druckbar
  • nach Möglichkeit „verriegelt“, so dass es sich nicht leicht von selbst zerlegt
  • trotzdem leicht zu „entriegeln“ ist.

So entstand nach einigen Prototypen eine

  • „Basisplatte“

  • eine „Befestigungsplatte“ die ähnlich eines „French Cleat“ funktioniert, jedoch nicht gerade, sonder gewellt ist, damit die befestigten Sachen in einem „Raster“ seitlich einrasten und sich nicht verschieben können.

Zusätzlich gibt es einen flexiblen Hebel, der das lösen nach oben verhindert und erst manuell nach hinten gezogen werden muss um ein Teil von der Basisplatte zu lösen

2 Like

das ganze gibt es auch schon als minimalen Prototypen :slight_smile:



1 Like

Ich hatte das gleiche Problem mit dem Werkzeug und so habe ich die Wände der Werkstatt mit Keilleisten (French Cleate) verkledet. Durch die 45° Schräge kann ich die Werkzeuge umhängen und individuelle Halter an den Ort der Werkstatt hängen wo sie gebraucht werden.
Wenn es tatsächlich mal Außerhaus geht hab ich ein paar Systainer die dann vollgepackt werden, aber das ist sehr selten.

Auch habe ich Halter für die Maschinen gebaut, der Bandschleifer, die Akkugeräte inkl. Lader oder sogar die Kreissäge oder die Domino hängt dort. Hämmer, Stemmeisen, Schraubendreher oder Zollstöcke dürfen natürlich nicht fehlen.
Klar, man muss natürlich sich die Arbeit pro Werkzeug machen aber bereut hab ich das noch nicht.

Ich bin mit meinem Werkzeug in den letzten Jahren tatsächlich recht häufig „mobil“. Ich finde die vollen Wände mit Werkzeugen mit French Cleat auch super aber brauche vieles von meinem Werkzeug tatsächlich häufig an verschiedenen Orten, im Haus, auf dem Hof, im zukünftigen Fachwerkhaus, im Büro, bei bekannten/freunden, etc.

Deswegen hab ich schon länger fast alles in L-Boxxen verstaut, so dass ich es einfach mit nehmen kann. :slight_smile:

1 Like