[Jugendarbeit] BattleBots

Ich denke seit ein paar Tagen über das Thema Jugendarbeit nach und möchte eine Idee mal etwas auformulieren mit der Hoffnung, dass vielleicht ein paar Leute aus dem Verein Lust haben sich zu einer Arbeitsgruppe zusammen zu finden um dieses Thema im Rahmen des Makerspaces zu verwirklichen.

Die Grundidee wäre mit Schulklassen in Gruppen kleine AntWeight BattleBots zu bauen und diese Anschließend gegeneinander antreten zu lassen, evt. auch Klassen und Schulübergreifen je nach beliebtheit.

AntWeight BattleBots, was ist das?
Dies ist die kleinste Gewichtsklasse der BattleBots, die max. 150g wiegen darf.
Dies hat ein paar Vorteile:

  • relativ günstig zu konstruieren, da keine großen Motoren, Treiber, Batterien benötigt werden
  • diese Gewichtsklasse ist nicht ganz so desktrukiv und bietet somit länger spaß und schont den Geldbeutel
  • die Arena ist auch dementsprechend klein und simpel zu konstruieren

Hier ist eine Übersicht über die Regeln: Microsoft OneDrive

Und wie könnte man sowas angehen?

Ich würde das ganze erstmal grob in 2 Phasen einteilen:

1. Vorbereitung

Als erstes würde ich versuchen in einer Arbeitsgruppe ein paar kleine BattleBots zu entwerfen, die wir später als „Kits“ vorbereiten können und ein grobes Konzept für die Workshops ausarbeiten.

2. Vorstellung bei den Schulen

MIt diesen Prototypen/Kits und dem Workshop Konzept könnten wir auf die Schulen im Kreis zugehen und schauen diese gern mitmachen würden.

Grundsätzliches Ziel wäre, die Kits kosteneffektiv zu gestalten, in der Gewichtsklasse bieten sich folgende Grundkomponenten an:

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6V NC20 DC Motoren diese Motoren sind Problemlos für weniger als 5€ das Stück bei AliExpress zu bekommen und es gibt sie in diversen Variaten mit verschiedenen Drehzahlen und auch mit einer angewinkelten Achse.


3.7V 1000mAh Lipo gibt es auch unter 5€ und reichen von der Leistung Problemlos für so einen BattleBot


DRV8833 Motortreiber sind ebenfalls günstig für 2-3€ das Stück zu bekommen und eignen sich gut für die Ansteuerung der Motoren


ESP32 zum steuern des ganzen, durch Bluetooth on Board kann mit dem ESP32 der BattleBoth mit einem Handelsüblichen Gamepad gesteuert werden dank der Bluepad32 Opensource Firmware. Diese sind auch mittlerweile sehr günstig für 5-6€ zu bekommen.


Zuletzt noch ein kleines LiPo PCB zum anheben der Spannung vom LiPo, als Schutz und auch zum aufladen.

Was haltet ihr von der Idee und wer hätte Lust sich an so etwas zu beteiligen?

  • Ja, find ich gut!
  • Ja, ich möchte mitmachen!
  • ist mir egal
  • bin dagegen
0 Teilnehmer

Moin,

wie wäre es, wenn wir vom Namen „Battle“ weggehen und statt dessen z.B. RempelBots oder PatschBots nehmen? Wir sehen eine Militarisierung der Sprache, die, seitdem die Kriege näher kommen, Einzug hält. Normalisierung durch Wiederholung.
Süddeutsche Zeitung

LG Felix

P.S. Die „offiziellen“ Regeln strotzen nur so von brutalen Kriegsbegriffen. Wir könnten sie für uns und die Kinder umformulieren.

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Hm …
Das wäre für mich eine Verniedlichung.
Ein schön reden der Fakten.
Diese Roboter werden gebaut um andere zu beschädigen oder im Extremfall zu zerstörten.
Es sind Kampfroboter.
Über den Sinn und Zweck des Hobbys kann man auch streiten, ich konstruiere eine Maschine die eine andere absichtlich beschädigt.
Wenn man sich da am Namen schon stört, dann sollte man dieses Projekt vielleicht Kindern erst gar nicht anbieten.
Gruß Olli

Hey,

der Bezug war hier tatsächlich gar nicht so mein Gedanke und Bezug dazu, ging bei mir eher in eine Richtung wie „Kampfsport“, wie bereits oben auch schon erwähnt, ist die AntWeight deutlich weniger destruktiv.

Beim Wording bin ich ziemlich flexibel, kann natürlich in der Arbeitsgruppe erarbeitet werden, so dass es der aktuellen Situation gerecht wird.

Und natürlich können hier die Roboter auch kaputt gehen, dies würde ich bei den Kits zumindest im Bezug auf die Plastikteile in gewisser weise einplanen, hat für mich dann auch eher was von „Trial & Error“, die Grundmodelle könnten z.b. mit Heißkleber an Schwachstellen verstärkt werden, etc.

Im allgemeinen finde ich jedoch, dass dies verschiedene Aspekte hat, die das ganze Lohnenswerten machen könnte:

  • verschiedene Disziplinen werden vermittelt: 3D Druck, Elektronik, MicroController, Motoren
  • ich gehe davon aus, dass dieses Thema auch recht anziehend für viele Jugendliche sein könnte
  • größere Wettkämpfe wären eine gute Platform um unseren bekanntheitsgrad zu steigern

Bin gespannt, was ihr sonst noch für konstruktive Vorschläge/Anregungen habt :slight_smile:

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Mir gefällt an dem Projekt, dass es verschiedene Werkstatt-Bereiche vereint, für Jugendliche ansprechend ist und auch zur Kreativität anregt. Zunächst wusste ich nicht genau, wie ich die Kämpfe einordnen sollte (Motivation zur Destruktion ↔ spielerischer Wettkampf) und denke nun, dass es darauf ankommt, was wir daraus machen. Nachdem ich mir noch einmal die Regeln durchgelesen habe, kann ich es mir gut so vorstellen, dass das Ziel ist, den anderen Roboter durch ein angeleintes(!) Projektil aus dem Gleichgewicht zu bringen oder ihn am Boden festzupinnen, so dass er nach einer gewissen Zeit dann als K.O gewertet wird. Also ohne Explosionen, Abtrennen von Bestandteilen etc. Ich sehe es auch eher in Richtung wie Kampfsport und als Spiel, dass in einem klar umgrenzten Rahmen stattfindet / stattfinden sollte. Vielleicht kennt ihr Huizinga’s ‚Magic Circle‘ ? https://en.wikipedia.org/wiki/Magic_circle_(virtual_worlds)
Allgemein würde ich mich daran stören, wenn es keine ‚respektvollen‘ Auseinandersetzungen sind und, wenn achtlos mit Bauteilen/Ressourcen umgegangen würde. Aber das liegt ja in unserer Hand. :slight_smile:

Den destruktiven Part können wir denke ich ganz gut „einschränken“ und auch vom Spielgedanken ganz gut kommunizieren, wenn es eher um Faire matches geht, gerade „Spinner“ sind halt sehr destruktiv, diese könnten wir gänzlich oder zumindest in der „Anfängerklasse“ ausschließen.

Hier ein paar kleine Beispiele (jeweils der ungefähre Timecode als Beispiel) für ein paar Wettkämpfe, da sind auf viele destruktive matches dabei, geht mir da gerade eher da drum, wie so eine Arena aufgebaut sein kann um einen nicht ausschließlich destruktiven Kampf zu führen:

„Pits“ bei dem die Bots dann rein fallen oder rein geschoben werden, dadurch sind sie ähnlich wie beim „Sumo“ quasi außerhalb des Bereichs und von selber nicht mehr mobile und haben damit verloren:

Schönes Video bei dem „Pits“ durch Bots geöffnet werden können:

„Sumo Ring“

„Flipper“ sind Mechanismen in der Arena, die zufällig oder durch Sensor aktiviert werden und hoch klappen, dadurch kann der Bot auf dem Kopf/Seite landen und ggf. nicht mehr weiter fahren, was auch ein K.O. wäre

Auch ganz cool, hab ich beim recherchieren gefunden, hier wurde viel mit Holz gearbeitet, was mit dem Laserkutter auch gut möglich wäre:

Hier sieht man auch, dass zwar ein Spinner im Einsatz ist, dieser aber aufgrund der Motorpower und Gewicht vom Schwungelement nicht so destruktiv ist, hier könnten wir statt einem generellen Verbot auch „Limits“ für Gewicht und Motorpower definieren.

Um Grundsätzlich aber auch nochmal auf das „kaputt gehen“ einzugehen, ich denke auch, dass wir von den Regeln klar machen sollte, dass die Zerstörung definitiv nicht das Ziel ist, sondern die „Immobilisierung“. Trotzdessen wird reichlich kaputt gehen, was ich aber eigentlich auch wieder „positiv“ betrachten würde, da es immer wieder möglichkeiten des Fehler suchens und reparieren ist, was ja auch ein Grundgedanke ist, den wir mit etablieren wollen, kaputte „Geräte“ auseinander nehmen, fehler Finden, reparieren.

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Was mir auch noch in den Sinn gekommen war, die „Kernelekronik“ könnte man evt. auch noch mal seperat mir einer TPU/Silikon Hülle schützen, d.h. wenn der Rahmen/Räder beschädigt werden ist weniger Schlimm als der MicroController/Akku

Hier auch noch ein Beispiel für etwas „schwächere“ Bots, bei denen es nicht so rau zugeht: https://www.youtube.com/watch?v=pgfGPVY8Jk0

Wie viel Budget brauchen wir etwa für eine gute Startausstattung?
Vielleicht 10 Roboter parallel, 4 Controller und notwendigen Kleinkram wie Schalter, LEDs, Kabel, …

Werde ich heute Abend mal überschlagen Grundsätzlich wird die Frage sein, ob wir bei der Elektronik auf ESP32 mit Bluetooth setzen, dann könnten wir günstige Konsolengamepads (20-30€+, ) als Fernsteuerung nehmen oder ob wir richtig 2.4Ghz RC Fernebdienungen nutzen wollen, die fangen so bei 50-60€ das Stück an.

Für Die Arena hätte ich erstmal abgesehen vom Plexiglas genug Material vorrätig, dass ich spenden würde.

Kann ich nicht richtig bewerten, aber ich denke Bluetooth sollte erstmal ausreichen.

Ich würde mich mal daran versuchen, etwas mit Federkraft in einem Roboter umzusetzen

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Ich denke auch, dass Bluetooth erstmal reichen sollte und die Kosten dadurch auch begrenzt werden.

Den Springer hab ich vor ner Weile schon mal als Video gesehen, ziemlich cool.
Den willst du unabhängig von den Bots bauen, oder willst du davon einen inspirierten Bot bauen?

Ich will mich davon inspirieren lassen. Als im Inneren einen Federmechanismus einbauen, der dann mit einem Ruck viel Kraft auf einmal freisetzt. Ich weiß nur noch nicht genau wofür. Vielleicht um zu springen oder sich von einer Wand abzustoßen.

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ah, ok das klingt spannend :grin:

an Elektronik kommt ungefähr das hier zusammen für einen Bot:

Dazu kommt dann natürlich noch der Rahmen und Reifen, ich hab meine Reifen 3D Gedruckt und mit einer Silikon Schicht ergänzt, es gibt schon verschiedene Vorlagen mit Gießformen die man 3D Drucken kann, vorteil ist, dass man gut verschiedene größen nach Bedarf fertigen kann:

Das „Herstellen“ der Reifen ergibt so auch wieder einen spannenden Fertigungsschritt, einer „Gußform“ mit der die Reifen hergestellt werden :slight_smile:

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Ich hab gestern auch erstmal die Abstimmung geschlossen, vielen dank für die Teilnahme und es freut mich zu sehen, dass das Thema im Verein erstmal willkommen ist :slight_smile:

Leider kann ich gerade nicht sehen, wer sich bei der Abstimmung gemeldet hat um aktiv dran teil zu nehmen, wäre schön, wenn sich die Person dann einmal bei mir meldet.

Als nächstes Würde ich dann versuchen einen Termin für ein „KickOff“ zu finden an dem man sich einmal trifft und das weitere Vorgehen bespricht.

@igami macht es evt. Sinn hierfür einen eigenen Bereich im Forum zu machen, da sich das Thema dann wahrscheinlich schon ein wenig „ausfächert“?

Wenn es mehrere abgeschlossene Threads zu dem Thema gibt, auf jeden Fall.
Bei unserer aktuellen Struktur würde ich es am ehesten unter „Termine“ sehen, wobei der Name nicht so ganz passend ist.