Wie vor ein paar Wochen berichtet, haben wir einen Diodenlaser gespendet bekommen.
In der Zwischenzeit habe ich dem Arbeitsplatz ein wenig Struktur gegeben:
Zum Schutz der Holzplatte wurde eine Aluplatte besorgt. Diese liegt zwischen den Winkeln mit denen das Lasergestell fixiert wurde. Damit ich darauf eine 10 mm hohe Wabenplatte (40 x 40 cm) nutzen kann wurde ein fester Rahmen mit entsprechendem Ausschnitt in 12 mm Höhe gelasert. Hier mit dem Zusatzeffekt das man einen kleinen Anschlag für die zu verwendenden Materialien hat.
Nach dem ich erste Einstellungswerte für die Arbeit mit dem Laser ermittelt habe sollte es endlich mit meinem nächsten Laserprojekt im Rahmen meines Großprojektes weiter gehen.
Geplant und gezeichnet wurde ein Stellwerksgebäude das in klassischer Klinkerbauweise erstellt wurde. Es ist schon eine Herausforderung, da die Abmessungen der einzelnen Klinker im meinem Modellmaßstab nur 6 x 1,5 mm bei einer Materialstärke von 3 mm betragen. Wobei der einzelne Stein gar nicht die Herausforderung ist. Die Herausforderung ist die Fugennachbildung die ebenfalls maßstäblich wirklichen soll. Da das ganze Gebäude noch coloriert und die Fugen mit Farbe ausgelegt werden sollen, muss eine entsprechend breite und tiefe Fuge gelasert werden. Ansonsten bleibt keine Farbe in den Fugen haften.
Hier beginnt die Herausforderung mit der ich mich gerade beschäftige. Ich „suche“ seit vielen Stunden die passenden Einstellungen für den Laser für die Fugennachbildung. Im Vergleich zu unserem CO²-Laser, bei dem ich die Einstellungen für eine ähnliche Aufgabe sehr schnell ermittelt hatte, tüftele ich an der Kombination aus passender Lasergeschwindigkeit und Laserstärke, bei der ich nicht über 80% kommen möchte.
Zu meinem Bedauern muss ich nach wenigen Nutzer-Stunden feststellen, das der Laser in der Bewegung auf der x-Achse keine geraden Ergebnisse mehr liefert. Das liegt m.E. an der inzwischen „wackeligen“ Halterung an der der Laser befestigt ist. Meine Recherchen via „Perplexity“ haben u.a. genau diese Schwachstelle an dem Laser aufgezeigt. Andere dort genannte Möglichkeiten (Software, Laser etc.) kann ich ausschließen, es liegt wohl an der Mechanik. Ich erspare mir hier die vollständige Berichterstattung zu meiner Fehleranalyse, zeige aber die zusammenfassenden Punkte auf:
"Typische Ursachen beim S9
Beim S9 wird in Berichten besonders die Kombination aus Rahmensteifigkeit, Rollenführung und der Halterung des Lasermoduls kritisiert. Es wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass die X-Achse irgendwann „zu flattern“ beginnt und die Lasermodul-Halterung nicht optimal sei; als Abhilfe wird teils eine einstellbare Z-Achse oder ein Linearführungs-Upgrade empfohlen.
Einordnung
Kurz gesagt: Ja, dein Fehlerbild passt sehr gut zu einem bekannten mechanischen Thema beim Sculpfun S9, nicht unbedingt zu einem Defekt der Laserdiode selbst.
Wenn du direkt verbessern willst
Beim S9 wird oft ein Upgrade auf eine Linearführung für die X-Achse empfohlen, weil der originale Aufbau mit Rollen und Riemen konstruktionsbedingt weniger steif ist. Das ist besonders sinnvoll, wenn du trotz sauberer Einstellung immer noch sichtbares Spiel am Laserkopf hast."
Da selbst der einfachste Strich in der x-Achsen-Bewegung nur noch eine Wellenlinie erzeugt, stelle ich meine weitere Arbeit vorerst ein.
Ich stelle mal die Frage, ob wir die weitere Nutzung dieses Lasers für unseren Makerspace vorsehen sollten?
Meine bisher selbst getragenen Kosten belaufen sich auf 14,95 Euro (Alublech) + 37 Euro (Wabenplatte). Die vom Hersteller !!! empfohlene Linearführung kostet weitere 89,99 Euro.
Damit haben wir noch keine Einhausung für das Gerät und noch keine Filterkomponenten.
Meine bisherigen Erfahrungen basieren auf das Outdoor-lasern auf der Terrasse. Man darf dabei nicht zu sehr in die Sonne gehen, dann sieht man auf dem Laptop nichts mehr und MDF-Platten verbiegen sich schneller als man schauen kann. Im Schatten ist es trotz warmer Nachmittagsstunden noch recht frisch. Und wenn man testet und am Gerät sitzen bleibt wird man zum Teil vom Rauch nicht verschont. Und wenn irgendwann die Nachbarn auch draußen sitzen, diese auch nicht! Ich lasere natürlich mit Schutzbrille und PFA-Maske, meine Oberbekleidung riecht nach getaner Arbeit.
Die geschilderte Situation betrübt mich gerade ein wenig, weil ich einen Fortschritt in meinem Projekt gesehen habe …


