Holzwerkzeug, Vorstellung, mit und ohne Kabel

Moin,

Hättet ihr Lust an einer Werkzeugvorstellung und bestimmte Wünsche was Ihr schon immer wissen wolltet?
Egal ob es mit- oder ohne Kabel ist.
Leon hatte zum Beispiel Fragen zu einem besonderen Winkel der auch mal rechtwinklig ist.


Wenn das auch für Euch interessant ist schreibe ich gerne was dazu.!
Auch Werkzeuge mit Kabel sind natürlich vorhanden.
Oder darf es was mit Akku sein?

Wie sagt die Jugend immer: hau raus!

Gruß Uli

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Ich wüsste gerne etwas zum Thema Holz an sich.
Welche Sorte für welchen Einsatz und dann im späteren auch welche Werkzeuge bei verschiedenen Holzarten eingesetzt werden.
Da gibt es doch bestimmt Unterschiede bzgl. Fräser, Säge, Hobel, etc. ob ein hartes, weiches oder harziges Holz bearbeitet wird.

Wo ich es so schreibe fällt mir auch noch ein wie sollte Holz vorbehandelt sein? Damit meine ich z.B. muss es lange gelagert sein bevor mit der Bearbeitung begonnen wird, damit es nachher nicht mehr so viel arbeitet?

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Moin, kein Problem.

Es kommt immer darauf an was Du für ein Projekt vor hast.

Hartes Holz lässt sich in der Regel besser verarbeiten, das merkst Du schon wenn Du ein Loch in weiche Kiefer oder mal in ein Buchenbrett bohrst, wenn das Holz weich ist reist es eher aus.

Auch kommt es auf den Standort an, Buche kannst Du nicht für draußen gebrauchen (Kiefer nur bedingt) hier ist Lärche, Eiche oder Douglasie besser. Auch Tropenholz ist natürlich geeignet aber kaum bezahlbar. Beim Letzteren solltest Du auch auf das MSC Siegel aus kontrolliertem Anbau achten. Sipo (eine Art Mahagoni) ist schneller wachsend, meist kontrolliert, zwar etwas teurer aber noch bezahlbar.

Härtere Hölzer sind weniger harzig wobei man da unterscheiden muss, zB deutsche Lärche ist viel harziger als Sibirische, letztere wächst viel langsamer und ist auch oft Astreiner.

Du kannst generell mit jedem Werkzeug dein Holz bearbeiten, wichtig ist das es scharf ist.

Welches Werkzeug steht Dir zu Verfügung? Du bekommst mit einem Metallbohrer auch ein Loch ins Holz, mit einem scharfen Holzbohrer geht das natürlich deutlich besser und sauberer.

Meines Erachtens sollte Holz gar nicht vorbehandelt sein.

Es kommt auf Dein Projekt an, wenn Du zB. eine erhöhte Pflanzkästen baust ist grün getunkte Dachlatte keine gute Idee, die Chemie die das Weichholz 2 Jahre länger haltbar machen soll wäscht sich bei Regen in Deiner Erde aus und überträgt sich auf Dein Gemüse. Verwende möglichst hier nichts behandeltes. Lärche unbehandelt ist hier das richtige Material, härter und langlebiger als Fichts/Tannenholz.

Hier wird es gut erklärt: https://youtu.be/5EqObaPrxKQ

Baust Du einen Dachstuhl ist vielleicht getränktes Holz gut aber wenn ich so richtig darüber nachdenke auch nicht, es ist ein Dach drüber und so ist das Holz nicht der direkten Witterung ausgesetzt.

Vermeide auf jeden Fall alte Bahnschwellen, diese sind überschwemmt von Kot, wurden stark mit Pestiziden getränkt und sind Krebserregend, schon gar nicht sollten sie verbannt werden.

Bauholz ist gerade sehr hoch im Kurs, in Corona Zeiten haben die Asiaten den heimischen Wald leer gekauft, das wird uns noch über Jahre beschäftigen. Cyrill und Co machen das auch nicht besser…leider.

Die Vorbehandlung, ja…auch schwierig…

Hast Du Massivholz sollte es eine Restfeuchte von 15-25 haben, Holz hat immer etwas Feuchtigkeit. Aufgetrennte Bohlen sollten je nach Stärke ein Jahr pro Zentimeter trocken lagern, man kann sie aber auch (teurer) Kammergetrocknet kaufen. Massives Holz sollte so erst 14 Tage bei Dir akklimatisieren, auch hier ist natürlich die Stärke zu beachten.

Legst Du dagegen 6mm Laminat (HDF, Hochdichte Faserplatten) sollten die mindestens 1-2 Tage im Raum liegen wo Du sie verlegen willst.

Holz arbeitet immer und darum hast Du zB. bei Deinem aktuellen Küchenobjekt auch keine massive Platte sondern stabverleimte Buche. Buche ist ein wirklich doofes Material und so wirft es sich binnen eines Tages und arbeitet sehr. Auch Buche Multiplex Platten solltest Du nicht verwenden, da wirst Du keine Freunde dran haben. Wie oben schon geschrieben ist Buche auch nicht wetterfest.

Was liegt denn bei Dir für ein Projekt an?

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Hi, dann schließe ich mich mal an. Würde gerne ein Gartentisch bauen der im Freien steht(2,5m lang 80cm breit) . Das Untergestell wird aus Metall sein. Buche hätte ich zu Auswahl da, aber hab schon gehört das es ungeeignet für draußen ist. Was empfiehlt sich da als Holz?

Gruß Stikkx

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Moin, wenn du es nicht mehr dieses Jahr bauen musst, warte, Holz ist gerade furchtbar rar und teuer.

Wenn Du es trotzdem machen möchtest nimm Lärche, wie Du oben im Video siehst hält es ohne Versiegelung. Es wird über die Jahre zwar Grau aber das könnte man ignorieren. Abschleifen und ölen geht natürlich auch macht aber über die Jahre keinen Spass.
Für Lärche kann ich Dir Schröder und Hoffert ( www.schroeder-hoffert.de ) in Bielefeld empfehlen, die liefern auch an und ist nicht zu teuer, anrufen und Preise einholen kostet nichts.!
So sieht Lärche nach 4 Jahren auf der Wetterseite unbehandelt aus:

Auch bei Eiche und Douglasie ist das so, frisch sieht es nur im ersten Jahr aus wenn man es nicht trocken einkellert und pflegt.
Man könnte jetzt auch einen Bootsklarlack benutzen aber das Holz ist dann versiegelt und wird sich verziehen, auch eine 40mm Platte.
Nimm für solche Sachen Osmo Arbeitsplattenöl, das ist lebensmittelecht und offenporig.
UV Beständig ist kaum ein Öl (kenne zumindest keins) und so wirst Du das alle Jahre wieder machen können.

Gruß Uli

PS: ich werde nicht von Osmo oder S&H gesponsert!

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Ich war gerade Lärche bei S&H kaufen, er sagt auch das die Preise explodiert sind und das das noch höher geht.


Da seht ihr nun knapp 300€ sägeraue Lärchelatten :see_no_evil:.
Letztes Jahr war das noch 50% günstiger…
Die Frau wünscht sich ein Hochbeet und ein Etagenregal zum Geburtstag… nun bekommt sie halt keine Ohrringe…mit sowas Billigen möchte ich sie nicht abspeisen.

Das wird sich noch auf alle Gewerke auswirken, der Möbelbau, der Dachdecker oder beim Tischlern, echt verrückt.

Oha, dass ist schon echt krass…

viele Dinge sind geplant und ich habe schon festgestellt, dass Fichte nicht so für Regale geeignet ist

Vielen Dank schon mal für die Informationen :slight_smile:

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Das ist Kernholz, trenne es in der Mitte auf und Leime es wieder zusammen, damit nimmst Du die Spannung aus dem Holz und es schüsselt nicht mehr (so stark).
Ein paar Holzdübel könnten helfen.
Kennst Du die Dominofräse?
Gruß Uli

@Holzduebel baust du eigentlich auch richtig Möbel aus Holz selbst?

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Moin Sarah, könnte ich, aktuell baue ich ein Hochbeet für die Frau… das ist nicht so aufwändig aber Leon würde das sicher auch schaffen.
Auch Du würdest das hinbekommen, da bin ich sicher.

Ich bin seit 15 Jahren an unserem 220Jahre alten Fachwerkhaus dran…
Für Möbel hatte ich noch keine Zeit aber als nächstes kommt die Werkbank dran.

Wir haben schon einiges zusammen gebaut, so ist es nicht, aber mir war immer wieder aufgefallen, dass die Ergebnisse sehr puristisch geworden sind, so dass man dann doch erkannt hat, dass sie selbstgebaut waren. Mich hätte sonst interessiert ob du Tipps gehabt hättest für Verzierungen ähnlich zu Fräsungen in Schrankfronten, quasi wie bei einer Kasettentür. Wir haben schon mit flambieren von Holz und ausbürsten gearbeitet, dass hat dann auch sehr schlichtes Holz aufgewertet, aber ich suche immer noch nach kreativen Wegen, die nächsten Möbel weniger puristisch zu gestalten.

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Neue Kassetten einzusetzen ist nicht so schwer. Geflammt ist nicht so meins aber wie würde Dir gekälkt oder Kreidefarben gefallen, so etwas nordisch?
Fahre mal auf den Bauhof in GT, mit etwas Glück findest Du ein Testmöbel, wichtig wäre das es massives Holz ist, Span sieht furchtbar aus.
Um welche Möbel geht es denn?
Einfach wäre auch eine neue Küchenfront, vielleicht aus einem Mix aus Holz und Glas.
Ideen gibt’s ja viel.

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Zum Beispiel unseren Ablageschrank unter dem Schreibtisch.


Den Holzton mag ich schon gerne, da er sich in unsere Farbgebung einpasst, daher kam Anmalen im weitesten Sinne erstmal nicht für mich in Frage. Aktuell überlege ich die Front einfach nochmal auszubauen und bei Leon mit der Fräse durch halt eine Art Kassetten-Gravur zu ergänzen. Bei unserem Nachttisch planen wir direkt mit geschwungenen Aussparungen als Griffe, damit die Front vor vorne herein spannender ist. Aber ich dachte vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, wie man der Tür mehr Struktur verleihen kann. :smile:

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Alternativ machen Beine von Möbeln finde ich auch super viel aus, allerdings brauchten wir hier jeden Zentimeter, weshalb diese wegfallen mussten. :woman_shrugging:t4:

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Es ist eine einfache Platte, nichts was man nicht wieder nachbekommen würde.
Steht ihr auf Runen? Mit der Monster CNC im Space wäre eine schöne gleichmäßige Fräsung kein Problem.
Farblich könntest Du es nach der Fräsung Streichen und nur die Oberfläche wieder abschmirgeln, ich hätte einen Bandschleifer.

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Dass stimmt, nur in den Fräsungen Farbe zu haben durch abschleifen ist natürlich auch eine Möglichkeit. Aber übersehe ich einen Vorteil, anstelle von einfach nur diese anzumalen?

Ja, die Tiefe. Etwas Dimensionaler sieht besser aus.
Bei einer Rune passt das, bei einer Bauernmalerei wie Blumen oder Obst dagegen nicht.

Ne schon klar, aber ich könnte ja auch einfach mit einem feinen Pinsel in die Fräsungen gehen, dann spare ich mir das Schleifen :see_no_evil:

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Das schleifen musst Du Dir nicht zu kompliziert vorstellen…der Bandschleifer mit einem Flächenrahmen macht das sehr schnell.
Auch ein Rotationsschleifer erledigt das sehr schön. Mit der Hand bekommst Du das nie richtig gleichmäßig.
Wenn Du das Holz dann noch mit Arbeitsplattenöl behandelst kommt die Maserung noch besser raus und ist offenporig und lebensmittelecht.